Jahresbericht 2001

Thematisch gehörte der erste Auftritt des Chores im Jahr 2001 eigentlich noch ins vorhergehende Jahr; denn mit dem Repertoire, das wir für Heilig Abend eingeprobt hatten, umrahmten wir am 14. Januar die Hl. Messe im historischen Kloster Heisterbach.

Und „offiziell“ begann das Jubiläumsjahr 2001 dann mit der Mitgliederversammlung am 19. Januar im Pfarrheim. Außer dem Ehrenchorleiter Karljosef Krahe, dem Ehrenmitglied Willi Weber I, den Chorleiter Pawel Brochin, der Presse und etwa 30 normalen Mitgliedern konnte Josef Göbel sowohl den diesjährigen Karnevalsprinzen Georg I. (Lichtenberg) als auch den amtierenden Erntekönig Rainer Wasserheß begrüßen. Was aber noch wichtiger war: er konnte auch zwei neue Sänger herzlich willkommen hießen: Ferdy Templin und Michael Schreiber, beide verstärken seit einigen Wochen die Tenöre!

In den Dank an alle, die im vorangegangenen Jahr aktiv am Vereinsleben teilgenommen hatten, mischte sich jedoch auch ein Wermutstropfen: der Probenbesuch war alles andere als zufriedenstellend, daran änderte auch nicht die Tatsache, dass gleich zwei Sänger (Karl‑Josef Pinnen und Rainer Wasserheß) 40 der 41 Proben besucht hatten. Um einen neuen Anreiz zum regelmäßigeren Probenbesuch zu geben, spendierte Willi Weber II (Hecken) von seiner Firma dem 1. Bass 200 DM, weil der als Stimme bei den Proben am besten abgeschnitten hatte. Der 1. Bass oder Bariton, wie der Dirigent ihn nennt, stellte spontan den Preis großherzig dem ganzen Chor zur Finanzierung eines gemütlichen Abends zur Verfügung.

Der im Vorjahr gewählte Vorstand wurde entlastet. Neu zu wählen waren die beiden Kassenprüfer: Harry Kirchhof und Peter Braun sollen in den kommenden beiden Jahren die Kassenführung von Rudi Lichtenberg prüfen.

Der Terminkalender, den der Vorsitzende vorstellte, verhieß wieder ein volles Programm für das kommende Jahr, und so war’s denn auch:

Am 16. Februar fand die Prunksitzung und am 18. Februar der Frühschoppen der KG „Spitz pass up“ statt, und wenn der Prinz aus den Reihen des Chors kommt, ist es keine Frage, dass der Chor auch zur Gestaltung des Programms beiträgt. Und so mancher erinnerte sich an 1982, als der Chor mit der „Buure‑Huhzick vun Birkesdorp“ dat jecke Publikum von den Sitzen riss (soo lange ist das schon her?). Und wenn ein Sänger Karnevalsprinz ist, dann versteht es sich von selbst, dass der Chor einen Wagen für den Zug baut. Wir bauten am Hof von Franz Heinrich eine Gondel für die singenden Gondoliere vom Oberhau.

Lustig ging es auch am 3. März zu, als Willi Winterscheid uns zu seinem 60. Geburtstag nach Thomasberg einlud und wir uns mit einem Ständchen Bedankten.

Am 8. April hatte der Bürgerverein die älteren Mitbürger zum Altenfest eingeladen, und der Chor beteiligte sich traditionsgemäß an der Gestaltung des Rahmenprogramms.

Und dann häuften sich die Auftritte: Am 28. April hatte der MGV Kölsch-Büllesbach sein Stiftungsfest und hatte uns gebeten, beim Freundschaftssingen mitzumachen. Dieser Einladung folgte der Chor gern; denn damit wurden früher intensiv gepflegte Nachbarschaftskontakte wieder aufgefrischt. Am 28. April sang der Chor zur Erstkommunion in der Eudenbacher Kirche. Am 30. April feierte Bernd Nixdorf in Oberpleis seinen 40. Geburtstag (so jung sind manche Sänger!), und alle Sänger waren eingeladen, mit ihm zu feiern. Und dafür bekam auch er ein gebührendes Ständchen. Am 1. Mai wurde traditionell auf dem Eudenbacher Marktplatz der Mai angesungen. Diesmal allerdings hatte die Gemeinschaft der Gewerbetreibenden des Oberhaus einen verkaufsoffenen Feiertag drum herum organisiert. Dem Interesse an unserem Vortrag tat dies jedoch keinen Abbruch.

Am 5. Mai feierte der Neue im 2. Bass, Peter Tamme, seinen 60. Geburtstag auf der Margarethen-Höhe und bat den Chor, ein paar Lieder für ihn und seine Gäste zu singen.

Zwei Wochen später, am 18. Mai feierte das Eudenbacher Ehepaar Hensen Goldhochzeit, und neben allen anderen Ortsvereinen durfte natürlich der Chor bei der Gratulationskur nicht fehlen. Und auch beim Kreischorfest (früher „Tag des Liedes“) am 20. Mai im Hotel Seminaris in Bad Honnef fehlte der Chor – trotz der großen Hitze – nicht.

Inzwischen rechnen auch die Berghausener schon mit einem kleinen Auftritt des Chores, wenn sie im Juni ihr Straßenfest feiern. Diesjahr war’s am 15. Juni und ohne Regen!

Größer war der Auftritt am 17. Juni in Hennef beim Chorkonzert „4 um 5“, als die vier Männerchöre (Geistingen, Stoßdorf, Wolsdorf und Quirrenbach), die vom Ehepaar Brochin dirigiert werden, das Konzert, das im vorigen Jahr in Königswinter stattfand, wiederholten.

Erich Wagener feierte am 11. August seinen 60. Geburtstag im Pfarrheim in Eudenbach. Und dazu hatte er auch die Sänger eingeladen, und wir bedankten uns mit einigen Liedern.

Aus Anlass des Patronatsfestes der Pfarrgemeinde Eudenbach führte am 12. August eine Prozession von Eudenbach durch den Wald zur Kapelle in Quirrenbach. Dort umrahmte der Chor wieder die Abschlussfeier musikalisch.

Das zahlte sich aus, denn sowohl beim Aufbau als auch beim Waldfest vom 17. bis 19. August hatten wir wieder richtig gutes Feier-Wetter. Und nachdem am Montag bereits alles wieder weggeräumt war, war nicht nur der Kassierer mit dem Ergebnis zufrieden, und der Ehrenwaldmeister Reinhard Otto hatte so gut wie überhaupt keinen Grund, sich zu ärgern.

Als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit hatte der Vorstand am 8. September einen Ausflug zum Braunkohletagebau Garzweiler organisiert. Dort beeindruckten nicht nur das riesige Loch, das mit ebenso riesigen Baggern in die Erdoberfläche gegraben wird sondern auch was nach dem auskohlen durch Rekultivierung erreicht wurde. Beeindruckend war auch das Schloss Augustusburg in Brühl, das anschließend besichtigt wurde. Und nach so viel neuen Eindrücken muss man sich ausruhen. Dazu und zu einem guten Essen gab es auf der Rückfahrt in Lohmar Gelegenheit.

Am 29. September feierte ganz Gratzfeld und Rostingen die Goldhochzeit der Eheleute Nitzke, und da durfte natürlich der Männerchor im Programm nicht fehlen. Weil sowohl Pawel Brochin als auch Karl-Josef Krahe anderweitige Verpflichtungen hatten, musste Wolfgang Kwoczalla als Dirigent einspringen. Aber weil alle Sänger konzentriert mitsangen, ernteten wir den verdienten Applaus.

Eine Überraschung bereiteten wir mit den drei anderen „Brochin-Chören“ dem Ehepaar Brochin am 26. Oktober Monika Efferoth, die im Ausländeramt des Kreises arbeitet, hatte uns nämlich verraten, dass sich Brochins entschlossen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen und mit über 100 anderen, eingebürgert werden sollten. Und weil die Behörde zustimmte, gaben wir dem Fest einen musikalischen Rahmen. Nicht nur Irina, die am selben Tag auch noch Geburtstag hatte, war vor Rührung sprachlos.

Höhepunkt dieses Jahres aber war zweifellos das große Jubiläumskonzert am 3. November in der Eudenbacher Mehrzweckhalle. Es stand unter dem Motto „Ein russischer Abend“. Als Verstärkung hatten wir das Mandolinenorchester Kurscheid engagiert, das ebenso wie die Solisten Irina Brochin, Rudi Lichtenberg und Rainer Wasserheß die Zuschauer begeisterte. Aber nicht nur musikalische Leckerbissen gab es: in der Pause bekam jeder , der eine Eintrittskarte vorzeigen konnte, einen russischen Imbiss, der unter der Anleitung der Eheleute Brochin beim Landmetzger Josef Fassbender von Sängerfrauen zubereitet worden waren. Und weil die Halle bis zum letzten Platz ausverkauft war, reichte weder der Krimsekt noch der Wodka für alle, so dass sich viele mit deutschem Bier zufrieden geben mussten. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch.

Griechisch war der Imbiss, den Wolfgang Kwoczalla nach der Probe am 9. November bei Mano für den Chor bestellt hatte, weil er an diesem Tag 60 Jahre alt wurde.

Vielerlei zu Essen und zu trinken gab es am 2. Dezember, nachdem der Chor zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der Eudenbacher Mehrzweckhalle gesungen hatte.

Am 23. Dezember sang der Chor zum Sechs-Wochen-Amt für Heinz Buchholz, der nach langer Krankheit dann aber doch überraschend gestorben war.

Und wie in den vergangenen Jahren sang der Chor am 24. Dezember vor der Christmette einpaar Weihnachtslieder, um den zahlreiche Gläubigen die Wartezeit etwas zu verkürzen und auf das Weihnachtsfest einzustimmen und dann auch während der Mette; und zwar diesmal die lateinische Messe von Schweitzer.

Zum Abschluss der – diesmal weißen – Weihnachtszeit sangen wir dieselben Lieder am 6. Januar noch einmal in der evangelischen Kirche in Oberpleis. Aber das ist dann auch schon das neue Sängerjahr.

Quirrenbach, im Dezember 2001

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