Jahresbericht 2004

Das neue Sängerjahr begann mit der Mitgliederversammlung am 9. Januar im Pfarrheim in Eudenbach. Der Vorsitzende Josef Göbel die anwesenden Mitglieder, besonders auch Dieter Reichelt, der seit 3 Monaten den 2. Bass verstärkt. Sein Dank ging an alle, die im vergangenen Jahr wieder aktiv den Verein unterstützt hatten. Nach den Berichten des Schriftführers, des Kassierers und der Kassenprüfer über das abgelaufene Jahr wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Danach wurden Ekkehart Klaebe und Erich Wagener als neue Kassenprüfer gewählt.

Der Ausblick auf das neue Jahr zeigte, dass wieder eine Fülle von Aufgaben auf den Chor wartete.

Aber bevor es so richtig los ging, wurde der Chor am 23. Januar selbst überrascht. Denn der zum Ende der Probe kam Prinz Leo I. (Meis) mit ihrer Lieblichkeit Elke I. und der Adjutantin Sigrid Lichtenberg (Georgs Frau) ins Probenlokal und brachte eine kleine Labe für die gestressten Kehlen und einen Orden für den Dirigenten mit.

Am 2. März überraschte der Chor den ehemaligen Sänger Christian Weber zu seinem 90. Geburtstag und brachte ihm, seinen Gästen und Mitbewohnern im Seniorenheim in Stieldorf ein kleines Ständchen.

Das Ehepaar Schmitz aus Kotthausen feierte am 12. März seine Goldene Hochzeit und der Chor durfte als Gratulant nicht fehlen.

Zwei Tage vor seinem 85. Geburtstag verstarb unser Ehrenmitglied Josef Quink. Am 16. März wurde er beerdigt und der Chor geleitete ihn auf seinem letzten Weg und sang in der anschließenden Totenmesse.

Der Männergesangverein Kölsch-Büllesbach hatte zu einem Freundschaftssingen am 24. April eingeladen und aus alter Verbundenheit trugen auch wir dort 3 Lieder vor, die mit viel Applaus bedacht wurden.

Viel Applaus gab es auch beim Mai-Ansingen am 1. Mai auf dem Eudenbacher Marktplatz, das wieder im Rahmen der Gewerbeschau des Oberhaus stattfand.

Am 16. Mai fand das Altenfest des Bürgervereins statt, bei dem der Auftritt des Chores schon zum festen Programmpunkt gehört.

Ja, und dann ging’s auf große Fahrt: Schon in aller Frühe des 28. Mai um 6.15 Uhr versammelten sich die Sänger, Sängerfrauen und etliche fördernde Mitglieder auf dem Eudenbacher Markt. Schnell waren die zahlreichen Koffer der 70 Mitfahrer in dem großen Bus verstaut und ab ging’s auf der A 3 und der A 1 in Richtung Norden. …

Kaum hatte man alle Busnachbarn so richtig begrüßt, als der Bus auch schon auf die Raststätte Münsterland einbog. Hier war schon ein umfangreiches Frühstück vorbereitet, das den Kreislauf richtig auf Touren brachte. So gestärkt trug der Chor in der nahen Autobahnkapelle einige Morgenlieder vor, bevor alle wieder froh gestimmt den Bus bestiegen, um die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Schon hatten wir Oldenburg umrundet und nach kurzer Zeit (so erschien es jedenfalls allen) erreichten wir Westerstede im Ammerland. Dort erwartete uns nicht nur „Spargel satt!“ sondern auch eine überwältigende Blütenpracht; denn im Rhododendronpark Linswege standen über 1 000 Sorten in voller Blüte, sodass sich die Augen gar nicht satt sehen konnten. Dennoch galt es, aufmerksam durch die große Anlage zu gehen und zahlreiche Fragen zu beantworten, um evtl. als Rhododendronkönigin und –könig heimkehren zu können. Nach einem ausgiebigem Spaziergang durch den Park waren dann doch wieder alle rechtzeitig im Bus, der uns dann nach Wilhelmshaven brachte, wo man uns im Hotel am Stadtpark mit einem kleinen Cocktail begrüßte und die Zimmerschlüssel überreichte. Bis zum ausgedehnten Abendessen waren schließlich die Fragebögen ausgewertet, und weil so viele richtige Antworten abgegeben worden waren, musste eine Stichfrage entscheiden, wer sich Rhododendronkönig/in nennen darf: Der neue Sänger im Bass Dieter Reichelt und seine Gattin Gaby hatten die Entfernung des Rhododendronparks vom Oberhau (375 km) am besten geschätzt und erhielten dafür je einen Rhododendronstrauch. Wie lange die Majestäten und ihr Gefolge dann noch im „Alkoven“ residierten, ließ sich am nächsten Morgen nicht mehr genau feststellen.

Lange konnte ohnehin darüber nicht diskutiert werden, denn nachdem sich alle am Frühstücksbuffet gestärkt hatten, bestiegen die Sänger in Chorkleidung, alle anderen eher sportlich gekleidet den Bus, der uns nach Jever brachte. Dort führten uns zwei engagierte Stadtführerinnen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. (Auf eine Brauereibesichtigung wurde bewusst verzichtet.) Ab 11.00 Uhr gab der Chor vor der evangelischen Kirche ein kleines Konzert und erntete dafür von den – leider nicht so zahlreichen – Zuhörern viel Applaus. Dann durften sich auch die Sänger sportlich kleiden; denn nach der Mittagspause ging’s nach Wittmund, der Hauptstadt Ostfrieslands. Und hier wartete eine große Aufgabe uns: das Ostfriesenabitur. Alle gaben ihr Bestes und sammelten beim Löffeltrunk, Weit- und Zielboseln, Bessensmieten, Padstockspringen, Melken, Plattdeutschsnacken, Krabbenpulen, Teetrinken und bei der Ostfrieslandkunde die nötigen Punkte, um das begehrte Abitur­zeugnis zu erhalten. Ute Dobrzinski sammelte die meisten Punkte und wurde „Klassenbeste“. Bei kalt/warmem Buffet und mit Musik und Tanz schloss der Tag mit einem zünftigen Abiball, bevor uns der Bus wieder nach Wilhelmshaven brachte.

Lange ausschlafen ging nicht; denn der Chor gestaltete am Pfingstsonntag die Messe in Jever musikalisch, unterstützt durch einen Solovortrag von Irina Brochin. Und ohne langes Verweilen brachte uns der Bus nach Bensersiel, wo schon das Fährschiff wartete um uns nach Langeoog hinüber zu bringen. Eine bunte Inselbahn fuhr uns und die vielen anderen Besucher vom Hafen zum Inseldorf. Vom „Seekrug“ auf einer hohen Düne aus konnte man beim Mittagsmenu die „Strandläufer“ und das weite Meer betrachten und wurde anschlie­ßend mit Pferdewagen ganz gemächlich über die Insel kutschiert, während Schumi am Nürburgring um Formel-1-Punkte kämpfte. Und nach einem schönen Eis oder Kaffee brachten uns Bahn, Schiff und Bus wieder zurück zum Hotel. Dort blieb nicht allzu viel Zeit, sich frisch zu machen, umzuziehen und sich am reichhaltigen Buffet zu stärken; denn als Überraschung warteten schon die „Jade-Sänger“ aus Wilhelmshaven und sorgten für die richtige Stimmung. Mit ihnen versuchte der Chor zu wetteifern und auch Irina Brochin ließ sich nicht lange bitten und erfreute mit zwei Spirituals das Publikum. So verging der Abend viel zu schnell.

Am Pfingstmontag hieß es dann schon wieder “Koffer packen!“ und ab ging’s in Richtung Heimat. Aber schon in Papenburg gab’s einen Zwischenstopp: Hier besichtigten wir die Meyer-Werft, bei der die riesigen (bis zu 15-stöckigen) luxuriösen Kreuzfahrtschiffe gebaut und dann über die kleine Ems zur Nordsee gebracht werden. Schwer beeindruckt von den Werksanlagen und den Leistungen der Werft traten wir die letzte Etappe der Fahrt an. Und nach einer kurzen Kaffee- und PP-Pause im „Rittersaal“ in Bad Bentheim erreichten wir am Abend mit vielen neuen Eindrücken wieder wohlbehalten den schönen Oberhau. Alle waren sich einig: Ekkehart Klaebe und seine Ehefrau Gisela hatten eine tolle Fahrt organisiert!

Ewald Kurenbach hatte zwar schon am 22. Mai Geburtstag, aber er feierte seinen 50. erst am 5. Juni und hatte neben den Verwandten, Nachbarn und Freunden auch den Chor dazu eingeladen. Und wir bedankten uns mit einem Strauß Lieder, die er sich selbst hatte auswählen dürfen.

Auch an der diesjährigen Fronleichnamsprozession am 6. Juni beteiligte sich der Chor mit 3 Fahnenträgern.

Die Chorgemeinschaft Bad Honnef feierte ihr 100-jähriges Bestehen und hatte uns eingeladen, beim Freundschaftssingen am 13. Juni im Kurhaus mitzuwirken. Und obwohl sich nur 17 Sänger einfanden, hinterließen wir dennoch einen guten Eindruck mit unserem Vortrag.

Nach der Probe am 18. Juni fuhr der Chor nach Berghausen, um dort das schon obligatorische Ständchen zur Eröffnung des Straßenfestes zu singen. Die Zuhörer bedankten sich mit Applaus und der veranstaltende Ortverein mit einer Kiste Wein.

Das Patronatsfest (Maria Himmelfahrt) wurde in diesem Jahr schon am 10. August begangen, und auch diesmal nahm der Chor mit der Fahnenabordnung an der Prozession nach Quirrenbach teil. Weil es so heiß war (ca. 38o!), erteilte der Pastor an den 3 Altären unterwegs nur jeweils den Segen. Trotzdem waren die (paar) Sänger pünktlich an der Quirrenbacher Kapelle, um zum Abschluss des sakralen Teils drei Lieder zu singen. Anschließend ließen wir uns gern noch von den „Kapellenfrauen“ (mit Speis und Trank) verwöhnen.

Diesmal war es nicht die Hitze, die das Waldfest in Frage stellte, sondern eine Verordnung der Bezirksregierung, die den ganzen Hühnerberg unter Naturschutz stellt. Als sie schließlich veröffentlicht wurde, war die Erleichterung groß; denn darin wurde dem „Männergesangsverein Quirrenbach“ ausdrücklich gestattet, im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde (Kreisverwaltung Siegburg) „sein jährliches Fest zur Brauchtumspflege im bisherigen Umfang“ durchzuführen. Und dann hätte das Wetter uns doch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht; denn viele Regenschauer hatten den Waldboden aufgeweicht. Aber mit Holzschnitzeln konnte der Platz so weit befestigt werden, dass das 34. Waldfest am 20. August beginnen konnte. Auch wenn der viele Regen an den Tagen zuvor manch einen Oberhauer vom Besuch des Fests abhielt, konnte nach einem harmonischen Verlauf am Ende sogar der Kassierer zufrieden sein. Eine besondere Ehrung wurde nach dem Sonntags-Gottesdienst dem Ehrenwaldmeister Reinhart Otto zuteil: Der Vorsitzende der Gruppe Siebengebirge im Sängerkreis überreichte ihm für seine 50-jährige Sängertätigkeit die Goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes.

Am 12. September feierte das Altenheim im Kloster Heisterbach sein Sommerfest, und der Chor war gebeten worden, die Messe musikalisch zu gestalten. Dies taten wir gern.

Am 18. September feierte unser Ehrenmitglied Peter Weber (Schulle Pitter) seinen 95. Geburtstag, und da war es für uns selbstverständlich, ihm ein Ständchen zu bringen.

Der 3. Oktober ist nicht nur Tag der Deutschen Einheit sondern auch den Wandertag des Vereins. Diesmal hatte Rudi Lichtenberg die Route vorgeschlagen, die von Eudenbach über Bennerscheid, Sand, Wellesberg, Wiersberg, Sandscheid nach Berghausen führte. Dort konnten sich die Wanderer beim Dorfplatzfest mit Kaffee und Kuchen oder Kölsch und Bratwurst vom langen Weg erholen.

Die Generalprobe war nicht die beste; aber auch beim kleinen geistlichen Konzert „Gospels und mehr“ am 10. Oktober in der Eudenbacher Pfarrkirche klappte leider nicht alles, wie gewünscht. Dennoch waren die etwa 150 Zuhörer zufrieden mit dem, was die Solisten Beate Bareis, Flöte, und Michael v. Jasienicki, Violine, sowie Irina Brochin, Sopran, und Pavel Brochin, Cembalo, und der Chor vortrugen. Das Programm spannte sich von der Hymne „Preiset froh den König“ von Clark/Trapp, dem „Vater unser“ von Nicolaj Kedrov, „Gnädig und Barmherzig“ von August E. Grell, „Agnus Dei“ von Georges Bizet und dem „Laudate Dominum“ von Wolfgag A. Mozart über die Trio-Sonate in h-moll von Carl Philipp E. Bach und den Stücken „Süßer Blumen Ambraflocke“, „Süße Stille, sanfte Quelle“ und „Singe, Seele, Gott zum Preise“ von Georg F. Händel bis zu den Gospeln „Beginn den Tag“, „Kumbaya my Lord“, „Komm her“, „So wie der große Strom“ und „Der letzte Zug“. Das Publikum spendete viel Applaus und forderte sogar eine Zugabe.

Am 1. Adventssonntag (28. November) sang der Chor wieder Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der gut gefüllten Eudenbacher Mehrzweckhalle.

Die Generalprobe für die Weihnachtslieder fand diesmal in der evangelischen Kirche in Oberpleis statt. Die Gottesdienstbesucher bedankten sich mit reichlich Applaus, und Pastor Schmitz lud die Sänger anschließend zu einem Kaffee ins Pfarrheim ein.

Am Heiligen Abend waren die Sänger konzentriert bei der Sache, sodass sowohl am Vortrag der Lieder, die wir vor der Christmette sangen, als auch an der lateinischen Messe wenig zu kritisieren war.

Damit endete auch das Sängerjahr 2004 recht harmonisch.

Schließlich sei noch erwähnt, dass zwei Sänger (Reiner Wasserhess und Wolfgang Kwoczalla) von den 47 Proben des Jahres nur zwei und fünf weitere Sänger nur drei Proben versäumt hatten. Durchschnittlich waren etwas 25 Sänger der 32 aktiven Sänger bei den Proben anwesend.

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