Jahresbericht 2008

Seit der letzten Jahreshauptversammlung am 22. Januar 2008 ist Wolfgang Schneider unser weiterer Notenwart, neben Peter Ströbele. Und als Kassenprüfer ersetzt Dietmar Lange den turnusmäßig aus diesem Amt ausgeschiedenen Ferdi Templin. Am 31.12.2008 hatte der Chor 38 aktive und 106 fördernde Mitglieder. Wir freuen uns in diesem Jahr über 3 neue Sänger. Uwe Thomas stieß im Oktober zu uns und holte kurz darauf auch seinen Cousin Frank Thomas hinterher. Beim diesjährigen Weihnachtsmarkt ließ sich dann auch Wolfgang Keil akquirieren. Allen „Neuen“ wünschen wir, dass sie sich wohl fühlen bei uns. Unserem Bestreben, das Durchschnittsalter unseres Chores zu senken, kam entgegen, dass alle 3 deutlich den jüngeren Geburtsjahrgängen angehören. So sind wir jetzt nur noch durchschnittlich 61 Jahre und 11 Monate alt. Im vorigen Jahr hatten wir noch 62 Jahre und 4 Monate auf dem Buckel. Wer kann schon von sich behaupten, von Jahr zu Jahr jünger zu werden? Andere Männerchöre beneiden uns deswegen. Lassen wir aber bitte nicht nach, passende Gelegenheiten zu nutzen, potentielle Sänger für uns zu gewinnen.

 

Persönliche Ereignisse im Kreis der Vereinsmitglieder

Auch im vergangenen Jahr ereignete sich im persönlichen Bereich unserer Sänger und Vereinsangehörigen wieder einiges Erfreuliche oder Traurige, an dem wir auf unterschiedliche Weise beteiligt oder betroffen waren. Beginnen wir mit den Dingen, die zum Feiern Anlass gaben:Das Ehepaar Marlene und Erich Westhofen hatte am 10. April anlässlich seiner goldenen Hochzeit zum Haus der offenen Tür eingeladen. Beide haben sich über Erichs langjährige Mitgliedschaft im Chor hinaus in vielfältiger Weise Verdienste um den Chor erworben. Da fanden wir uns selbstverständlich zu einem Ständchen ein.
Über die üblichen Verpflichtungen, die ein förderndes Vereinsmitglied bei uns eingeht, hinaus hat sich auch das Ehepaar Marta und Harry Kirchhof auf besondere Weise Verdienste um den Verein erworben. Deshalb war es für den Chor eine Selbstverständlichkeit und große Freude, am 8. November – ebenfalls anlässlich ihrer goldenen Hochzeit – in ihrem Haus mit einigen Liedern zur Unterhaltung der Gäste beitragen zu können. Die Spende von 100 Euro, die das Jubelpaar uns zukommen ließ, hätte zwar nicht sein müssen, gefreut haben wir uns aber trotzdem darüber.
Die Festlichkeiten bei einer weiteren goldenen Hochzeit durften wir beim fördernden Mitglied Josef Mieden und seiner Gattin am 25. Oktober begleiten. Er belohnte uns mit einer Aufwandsentschädigung von 100 Euro. Ihre 60. Geburtstage zusammengelegt hatten kurzerhand unser 1. Vorsitzender Josef Göbel (16. September 2007) und seine Ehefrau Marianne (28. Februar 2008) und luden uns für den 13. April zu einer gemeinsamen 120-Jahr-Feier ins Gasthaus zum Siebengebirge ein. Auch hier konnten wir mit einer Liedauswahl bei den Gästen und bei ihnen selbst Anerkennung ernten.
Seinen 90. Geburtstag feierte unser ehemaliger 1. Vorsitzende und langjähriger Sänger Karl Hofmann am 28. September. Es gibt kaum einen Verein im Oberhau, in dem er seine Spuren nicht hinterlassen hätte. So reihten wir uns auch bei seiner Feier mit einigen Liedern in die große Schar der Gratulanten ein. Dirigiert hat uns dabei übrigens die Ehefrau unseres Chorleiters, Irina Brochin. Sie brachte 2 Wochen später, am 13. Oktober, den Stammhalter des Ehepaares Brochin, Filipp, zur Welt. Unsere Glückwünsche dafür konnten wir bei unserem Konzert am 18. Oktober im passenden Rahmen anbringen.
Eine besondere Ehrung durch den Vorsitzenden der Gruppe Siebengebirge im Deutschen Sängerbund, Claus Scheel, erfuhr anlässlich unseres Konzertes auch unser Sänger Karl-Josef Pinnen für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft. Dafür erhielt er die Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes in Gold.Und schon früher im Jahr, nämlich am 1. Mai, erhielten wir Besuch von Claus Scheel. Beim Maiansingen ehrte er Johannes Winterscheid für 25 Jahre aktives Chorsingen und Wolfgang Kwoczalla erhielt für 20-jährige Vorstandsarbeit die bronzene Plakette des Chorverbandes.
Allen Jubilaren und dem Ehepaar Brochin sagen wir auch von dieser Stelle aus noch einmal herzlichen Glückwunsch.Leider mussten wir auch im vergangenen Jahr wieder einen Todesfall beklagen. Unser langjähriger Sänger Peter Braun verstarb am 14. Juni im Alter von nur 56 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Peter gehörte dem Chor seit 1992 an, also über 16 Jahre. Am 27. Juli gestalteten wir das Sechswochenamt in der Eudenbacher Kirche musikalisch mit.
Auch an unseren schon im Vorjahr verstorbenen Ehrenchorleiter Karl-Josef Krahe denken wir immer wieder. Am 18. Mai brachten wir dies beim Jahrgedächtnis, ebenfalls in der Eudenbacher Kirche, zum Ausdruck, indem wir bei der Heiligen Messe einige Lieder sangen, die uns besonders mit ihm verbinden.

Beteiligung an Ortsterminen und Kontakte außerhalb der Chorfamilie

Auch 2008 gestalteten wir zahlreiche Feste, Feiern und Aktionen im Oberhau und außerhalb des Oberhaus mit. Am 2. März sangen wir in der Heiligen Messe zur Einführung unseres neuen Pastors der katholischen Kirchengemeinde, Herrn Pfarrer Udo-Maria Schiffers.
Wir beteiligten uns wie jedes Jahr an der Aktion „sauberer Oberhau“ am 15. März, unter Federführung des Bürgervereins.
Dem MGV Freundschaftsbund Kölsch-Büllesbach gratulierten wir am 5. April im Rahmen eines Freundschaftssingens zum 110. Geburtstag. Wir trugen 3 Lieder vor und sangen gemeinsam mit dem MGV Geistingen den „Stammbaum“, was allgemein als das Highlight der Veranstaltung angesehen wurde.
Am 13. April ging es von der 120-Jahr-Feier beim Ehepaar Göbel gleich weiter ins Pfarrheim zum vom Bürgerverein ausgerichteten Fest der betagten Bürger, wo wir mit 3 Liedern zur Gestaltung beitrugen. Ein Schelm, wer hier einen Zusammenhang sieht!
An der Fronleichnamsprozession am 18. Mai, nahmen wir mit unserer Fahnenabordnung, bestehend aus Wolfgang Kwoczalla, Jochen Rohner und Ewald Kurenbach, teil.
Unser örtlicher Kindergarten, für den wir musikalischer Pate sind, wurde im Rahmen der Sparmaßnahmen des Erzbistums Köln aus der kirchlichen Trägerschaft entlassen und nennt sich jetzt Fröbel-Kindergarten „Sonnenschein“. In einer Hl. Messe verabschiedete sich der Kindergarten am 25. Mai von der Katholischen Kirchengemeinde. Wir waren mit einigen Liedern beteiligt. Da Pavel verhindert war, gab Wolfgang Kwoczalla die Töne an.
Der MGV 1883 „Eintracht“ Westerhausen feierte sein 125-jähriges Bestehen am 15. Juni mit einem Chorfestival mit Wertungssingen. Hier belegten wir den „undankbaren“ zweiten Platz, wobei die Wertungskriterien für uns etwas undurchsichtig waren. Allerdings waren wir 1. unter den beteiligten Männerchören.
Bei der Eröffnung des Straßenfestes in Berghausen waren wir am 20. Juni dabei. Zu Mariä Himmelfahrt, dem Patronatsfest der hiesigen Pfarrgemeinde, nahmen wir mit unserer Fahnenabordnung, diesmal bestehend aus Ewald Kurenbach, Wolfgang Schneider und Jochen Rohner am Festgottesdienst teil. Die anschließende Prozession zur Quirrenbacher Kapelle fiel wegen schlechten Wetters leider aus. Ansonsten wären wir selbstverständlich auch hier mit unserer Vereinsfahne dabei gewesen und waren auch darauf vorbereitet, im Anschluss an die Prozession zum gemütlichen Beisammensein aufzusingen.
Beim Weihnachtsmarkt der Gewerbegemeinschaft am 1. Advent, sangen wir wieder zur Eröffnung und probten später noch mit den auf den Nikolaus wartenden Kindern passende Lieder ein, mit denen sie dann auch den Heiligen Mann begrüßten. Zur Erinnerung an von den Nationalsozialisten ermordete jüdische Mitbürger wurde am 1. Dezember im Plätzer Weg vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie David und Sophia Cohn 8 „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegt. Wir beteiligten uns mit der Finanzierung eines Steines.  Einige von uns waren auch bei der Zeremonie selbst dabei.
Am 7. Dezember sangen wir auf Einladung des Sozialverbands Deutschland in der Stadthalle Bad Godesberg bei der dortigen vorweihnachtlichen Feier Teile aus unserem Weihnachtsprogramm. Vermittelt hatte diesen mit 200 Euro belohnten Auftritt unser Sänger Erich Wagener.
Schließlich kam am 24. Dezember wieder unser traditioneller Auftritt bei der Christmette in der brechend vollen Eudenbacher Kirche. Wie immer verkürzten wir den Gottesdienstbesuchern mit einer musikalischen Einstimmung in den Festabend die Wartezeit. Während des Gottesdienstes selbst sangen wir die wieder aufgefrischte Schweitzer-Messe.  Das Weihnachtsprogramm führten wir danach dann am 3. Januar 2009 auch im Oberpleiser Konstantiahaus auf. Den Schwestern und den Gottesdienstbesuchern, zumeist Heimbewohner, machten wir damit ganz offensichtlich eine große Freude, und für uns war es ein würdiger Abschluss unseres diesjährigen Weihnachtsrepertoires.

Traditionsveranstaltungen des Männerchores

Unsere Traditionsveranstaltungen gehören für die Oberhauer zu den Höhepunkten im örtlichen Leben. Wir haben den Ehrgeiz, regelmäßig für beste Unterhaltung zu sorgen, und das stellt uns immer wieder vor besondere Herausforderungen. Es begann auch im abgelaufenen Jahr mit der Eröffnung der Freiluftsaison, dem Maiansingen. Eine seltene Kalenderkonstellation fügte es so, dass der 1. Mai 2008 mit dem Festtag „Christi Himmelfahrt“ zusammenfiel. So mancher „Vater“ war daher auf seiner traditionellen Vatertagstour, die wegen des durchwachsenen Wetters dann leider nicht immer – wie von uns erhofft – ihren Abschluss auf dem Eudenbacher Marktplatz fand. So konnte die Besucherzahl den Rekord vom Vorjahr nicht erreichen. Dennoch wird dieser Tag in guter Erinnerung bleiben. Unsere Sängerfrauen backten hunderte von Waffeln, die zusammen mit heißem Kaffee reißenden Absatz fanden und Sänger Peter Ströbele erwies sich wieder mal als Maibowlen-Experte.Kurz bevor die Tische und Bänke abgebaut werden sollten, kamen, wie sie schon angekündigt hatten, noch die Sänger des MGV Kölsch-Büllesbach zu Besuch. Wie sollte es anders sein: Es wurde noch ein zünftiges spontanes Wettsingen mit viel Spaß und Bier ausgetragen. Das mündete schließlich darin, dass man gemeinsam bei einer plötzlichen Windböe das Zelt vor dem Davonfliegen rettete, indem sich zahlreiche Sänger mit Behändigkeit an die Zeltstangen klammerten.

Waldfest vom 15. – 17. August

Unser 37. Waldfest stand zu Beginn unter keinem glücklichen Stern. Enthielt doch der Genehmigungsbescheid der Unteren Landschaftsbehörde die unmissverständliche Auflage, kein offenes Feuer zu machen. Damit war unser Schwenkgrill, seit 36 Jahren das Markenzeichen des Waldfestes, vom grünen Tisch aus gestrichen. Wir konnten froh sein, dass sich die Möglichkeit eröffnete, die Gasgrills des Bürgervereins Berghausen zu leihen. Da half es auch nur für die Zukunft, dass nachträglich die Försterin mündlich erklärte, so eng sei das nicht gemeint gewesen. Wir würden ja mit unserem Wärmeschutz gut gegen Hitzeschäden an den Waldbäumen vorsorgen! Also: Nächstes Jahr wieder Waldfest mit Grillen über dem Holzfeuer.Die nächste Hiobsbotschaft erreichte uns am Montag vor dem Waldfest: Das Erdkabel ist geklaut! 400 Euro Schaden und jede Menge zusätzliche Arbeit! Kaum ein Trost ist, dass der Dieb durch die Aufmerksamkeit des Werksleiters im Basaltwerk, förderndes Mitglied Hans-Gerd Schlangen, mittlerweile gefasst ist. Schadenersatz ist sicherlich nicht zu erwarten.Trotz aller Hindernisse konnte das Waldfest aber am Freitag pünktlich um 19:30 Uhr beginnen. Mit ein paar Liedern gaben wir, dirigiert von Wolfgang Kwoczalla, den passenden Rahmen, wobei Bürgermeister Peter Wirtz sich einfach unter die Sänger mischte und kräftig mitsang.
Anschließend schlug er, unterstützt durch seinen Vize Sokratis Theodoridis, kurz und trocken das bereitstehende Fass an und erklärte das 37. Waldfest des Männerchores Quirrenbach für eröffnet.Am Sonnabend gaben Dixieland-Klänge den Ton an. Die Stonehead-Stompers aus Koblenz lockten manchen Freund des New Orleans Jazz, des Swing und Blues zusätzlich in den Heestern Büsch. Erst nach mehreren Zugaben entließ das Waldfest-Publikum die Band nach über zwei Stunden.
Ein weiterer Besucher mit riesigem Kopf, lang abstehenden Ohren, Zipfelmütze und kurzen Hosen hockte stumm auf dem Dach der Futterkrippe. Niemand kannte ihn und er selbst sah nur still auf das Treiben im Wald herab. Kurzerhand wurde ein Wettbewerb zur Namensfindung ausgerufen. Aus mehr als 40 Vorschlägen entschied sich die Jury für „Büschi“, vorgeschlagen von Hans Nonnen aus Berghausen. Er und die beiden nächstplatzierten Gäste erhielten je eine Flasche mit (hoch)geistigem Inhalt als Preis für ihren kreativen Beitrag. Nun wird „Büschi“ uns wohl bei den kommenden Waldfesten regelmäßig begleiten.
Der Sonntag, unser traditioneller Familientag, begann mit der Heiligen Messe, zelebriert von Pfarrer Gottlieb Lietz aus Windhagen. Als besonders stimmungsvoll empfanden die Gottesdienstbesucher die dazu vom Jagdhornbläser-Ensemble Siegburg/St. Augustin gespielte Hubertusmesse.Der Musikzug der freiwilligen Feuerwehr unterhielt uns und unsere Gäste anschließend beim Frühschoppen, während die Chormitglieder und ihre Helferinnen und Helfer sich beeilten, Hunger und Durst der Besucher zu stillen.
Neu im Angebot, und längst nicht nur von den kleinen Gästen intensiv in Anspruch genommen, war ein Eisstand. Ute Dobrzinsky und Gisela Klaebe hatten die Idee dazu und setzten sie auch in die Tat um. Nach 2 Stunden waren sie restlos ausverkauft. Auch hier noch einmal ein besonderer Dank an den Bürgerverein Berghausen, der uns seine Eistheke kostenlos zur Verfügung stellte.Der ungeduldig erwartete Höhepunkt des Nachmittags, die Eröffnung der Kuchentheke mit über 30 gespendeten Kuchen, wurde mit einer langen Prozession vom Kühlwagen in das obere Zelt eingeläutet. Wie immer dauerte es nicht lange, bis das von Angelika Kirschbaum und ihrer Mann- bzw. Frauschaft betreute Buffet geräubert war. Wie jedes Jahr, muss auch diesmal wieder ein ganz besonders herzlicher Dank an alle Spenderinnen und Spender gesagt werden.
Großer Andrang herrschte auch wieder im Spielezelt. Die Kinder sahnten die von Sponsoren gestifteten Preise ab, und Mama und Papa konnten in der Zeit in Ruhe Kaffee und Kuchen genießen.Das bisherige abschließende Helferfest haben wir in diesem Jahr verschoben; mehr dazu an anderer Stelle. Dadurch konnte der Wald am Montag vollständig geräumt werden. Dieses, wie auch der Aufbau und die Durchführung des Festes haben trotz der zu Beginn erwähnten Widrigkeiten hervorragend geklappt. Dafür sei hier noch einmal ausdrücklich allen Helferinnen und Helfern, die zum großen Teil bereits die ganze vorangegangene Woche im Einsatz waren, gedankt.

Wanderung

Unsere Wanderwarte Peter Placke und Peter Ströbele führten uns am 3. Oktober diesmal von Heisterbacherrott aus zum Weilberg, dem kraterförmigen ehemaligen Basaltsteinbruch. Von dort ging es nach kurzer Rast, bei der mit der von Reiner Wasserheß mitgebrachten flüssigen Wegzehrung der Energievorrat wieder aufgefüllt werden konnte, zur Schutzhütte „Höhnsche Hött“, vorbei an einer Brunnenanlage des Wasserbeschaffungsverbandes und zurück zum Haus Schlesien. Dort erwartete uns bereits eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel, an der die Wanderung ausklang. Wie immer war auch diese Wanderung wieder von den beiden Wanderwarten hervorragend vorbereitet. Herzlichen Dank, dass Ihr immer wieder interessante Routen ausarbeitet und führt.

Gemütliches Beisammensein und Helferfest

Mit den vielen Helferinnen und Helfern, die uns das ganze Jahr über bei unseren Veranstaltungen unterstützen und ohne die wir manches nicht – oder jedenfalls nicht so, wie geschehen – auf die Beine brächten, wollen wir nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch mal gemeinsam feiern. Das war neben dem oben schon genannten ein weiterer Grund dafür, das traditionelle Helferfest vom Abschluss des Waldfestes zum Jahresende hin zu verschieben. So kam es, dass wir für den 12. Dezember zum „gemütlichen vorweihnachtlichen Beisammensein“ außer den Sängern und ihren Ehefrauen auch alle diejenigen von außerhalb des Chores einluden, die im Laufe des Jahres ganz selbstlos ihre Arbeitskraft eingesetzt haben, um die Feste des Vereins zum Erfolg werden zu lassen.
Ein vielfältigeres Beilagen- und Nachspeisenbuffet findet man selbst im Nobelrestaurant kaum. Jeder hat seinen Ehrgeiz dareingesetzt, etwas Besonderes beizutragen. Und so erlebten wir mit vorzüglichem Braten vom Jupp Fassbender als Grundlage, ergänzt um erlesene Getränke, einen sprichwörtlich „gemütlichen Abend“.Der Nikolaus, der sonst immer bei einer der Chorproben in der Adventszeit kam, hat seinen Besuch ebenfalls hierher verlegt. In gereimten Worten brachte er Lob und (etwas) Tadel an und verteilte an jeden Gast einen Weckemann. Lied – und Textbeiträge mehrerer Festgäste rundeten den Abend ab.

Unser musikalisches, literarisches und kulinarisches Konzert

war zweifellos der künstlerische Höhepunkt des Jahres. Für den 18. Oktober luden wir unter dem Motto „Männer mag man eben und andere Lebensweisheiten“ zu einem vergnüglichen Abend mit einer guten Portion Selbstironie ein. Am treffendsten charakterisiert dieses Konzert wohl ein kleiner Aphorismus von Johann Freiherr von Goethe, den Josef Göbel gleich zu Beginn des Abends in seiner Moderation verwandte:Ich liebe mir den heitern Mann
am besten unter meinen Gästen:Wer nicht sich selbst zum besten haben kann,der ist gewiss nicht von den Besten.Mit diesem für den Oberhau neuen Format von einer Kombination aus drei verschiedenen Genüssen, nämlich Gesang, Literatur und Speisen, trafen wir offensichtlich ins Schwarze.
Passend ausgewählte Texte von Eugen Roth und Kurt Tucholsky wechselten sich mit Liedbeiträgen ab, und in der Pause wurden die Gäste mit einem von Sängerfrauen kre­ierten kulinarischen Teller verwöhnt.Mit zu den begeisterten Reaktionen von Publikum und Presse beigetragen hat sicherlich auch die Atmosphäre im neuen Veranstaltungsort, dem großen Saal im Gasthaus zum Siebengebirge. Aber am wichtigsten für den großen Erfolg waren natürlich die Musikauswahl, bei der für jeden Geschmack, für Jung und Alt etwas dabei war, und die Interpretation der Lieder. Unserem Chorleiter gebührt ein ganz besonders herzlicher Dank für seine Beharrlichkeit und Geduld sowie sein pädagogisches Geschick bei der Probenarbeit, mit der er uns auch bei der Stange hielt, wenn mancher schon an den Schwierigkeiten einzelner Stücke verzweifeln wollte. Der lang anhaltende stehende Applaus am Ende des Konzertes war der verdiente Lohn für uns alle.

Zukunftsfähigkeit des Männerchores Quirrenbach

Auch in diesem Jahr sind wir bei der Weiterentwicklung unseres Chores wieder ein gutes Stück vorangekommen. Dass in den letzten beiden Jahren insgesamt sechs neue Sänger zu uns stießen, die zudem das Durchschnittsalter deutlich senkten, schreiben wir unserer wachsenden Attraktivität zu. Unter den Männerchören der Region nehmen wir damit eine Ausnahmestellung ein, auf die wir stolz sein können.Wer richtig mitgezählt hat, wird registriert haben, dass wir im letzten Jahr insgesamt 21 öffentliche Auftritte hatten. Das sind genau so viele, wie im Jubiläumsjahr 2006, das wir damals als absolute Ausnahme ansahen. Inzwischen engagiert man uns auch und ist bereit, dafür zumindest eine Aufwandsentschädigung zu investieren, die unserer Kasse ganz gut tut. Wenn sich weiter herumspricht, dass ein Auftritt des Männerchores Quirrenbach ein Highlight einer Familien- oder Vereinsfeier ist, wird die Anzahl unserer Auftritte sich künftig wohl regelmäßig in der Größenordnung dieses Jahres bewegen.Wichtige Voraussetzung, dies leisten zu können, ist sicherlich die Förderung der Qualität unseres Gesanges.
Die im Herbst 2007 begonnene und in diesem Jahr fortgesetzte Stimmbildung ist ein Baustein zu diesem Ziel. Aber die weitere Erhöhung der Sängerzahl ist bei einer wachsenden Anzahl von Auftritten ebenfalls unerlässlich. Denn wir müssen zunehmend in der Lage sein, auch den Ausfall einer größeren Anzahl Sänger zu kompensieren. Das ist zur Zeit manchmal problematisch.Natürlich müssen wir in unserem Einzugsbereich auch immer wieder als attraktiver Chor und als Gemeinschaft, der man gerne angehören möchte, wahrgenommen werden. Deshalb ist es wichtig, immer auch neue Gelegenheiten zu suchen, bei denen wir als ein solcher Verein auftreten.Und nicht zuletzt brauchen wir auch dringend eine größere Anzahl fördernder Mitglieder. Deren Beiträge finanzieller und ideeller Art sind unerlässlich für unsere Aktivitäten. Eine deutliche Zunahme würde auch dazu beitragen, unseren eigenen Mitgliedsbeitrag, der schon seit 1999 unverändert ist, noch für einige Zeit stabil zu halten.

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