Männerchor auf Konzertreise im Saarland: Die Zukunft ist unsere Tradition…

Von Josef Göbel

Für die Weltfirma Villeroy & Boch brachte es Peter Ustinov als Moderator im Werbevideo mit dem Motto “Zukunft ist unsere Tradition” auf den Punkt. Davon konnten sich die Teilnehmer an der Konzertreise 2011 des Männerchores Quirrenbach, die vom 1.-3. Juli 2011 ins Saarland führte, wahrlich überzeugen, als sie sich über die Produktion und die Produkten bei Fliesen, Porzellan und Sanitärkeramik im Erlebniszentrum in Mettlach informierten. Sehr sehenswert, was der Weltmarktführer dort und auch im angeschlossenen Museumscafe und im Park präsentierte. Zuvor hatten die Teilnehmer zu einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstückbuffet auf Burg Rheinfels in St. Goar über dem Rhein eine  Pause eingelegt. Leider lud das nasskalte Wetter nicht gerade zu einem Spaziergang durch die alte Burganlage ein. So ging es dann nach einem kurzen Halt beim berühmten Saarschleifenblick bei Orscholz nach Mettlach zunächst zu Villeroy & Boch und dem angegliederten Outletcenter anschließend dann zu den anderen Outletgeschäften.

Für den Abend hatten die Sänger etwas Besonderes eingeplant : ein Besuch der Eventschmiede Biringer in Tönsdorf. Das komplette Schmiedehandwerk wurde bei verschiedenen Vorführungen, vom Chef persönlich schlagfertig und gekonnt moderiert, präsentiert, bevor dann alle ihres eigenen Glückes Schmied sein durften und sich ein Hufeisen zum Mitnehmen eigenhändig schmieden konnten. Ein zünftiges Spanferkelessen gab die notwendige Power dafür. Angefeuert von den begeisterten Zuschauern stritten dann sechs Sänger gegen sechs Sängerfrauen um die größte Präzision beim Radreifenschmieden, das die gut zusammenarbeitenden Frauen schließlich für sich entschieden! Den Abschluss des schwungvollen und unterhaltsamen Abends bildete die Kür von Reiner Wasserhess zum urkundlich bestätigten Schmiedemeister, wofür er allerdings die Hosen runterlassen musste…

Bei der beschaulichen Schifffahrt über die idyllische Saar am nächsten Morgen konnte man wieder Kräfte sammeln und die liebliche Flusslandschaft genießen, wobei die Sänger um Pavel Brochin die Mitreisenden mit einem kleinen Matineekonzert unterhielten. Halt gemacht wurde in Saarburg, einem sehenswerten kleinen Ort an der Saar mit dem größten innerstädtischen Wasserfall Europas, wo gerade die Saarburger Markttage stattfanden. Auch hier brachten sich die Sonnyboys aus dem Oberhau in ihren gelben Poloshirts mit einem Open-air-Konzert mitten in der Stadt ein.

Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der Begegnung mit den Sängern des MC Roden(Gemeinde Saarlouis), den die Quirrenbacher im Internet ausfindig gemacht und zu einem Festabend ins Hotel eingeladen hatten. Mit einem “Flashmob” mit dem Studentenlied überraschten die Sänger den Dirigenten und die erstaunten Rodener Gäste, ein Novum für den MCQ! Schnell kam man ins Gespräch miteinander und viele Erfahrungen rund um das Singen wurden ausgetauscht, dadurch erleichtert, dass alle Tische gemischt besetzt wurden. Spannend war der anschließende Sängerwettstreit – jeweils im Wechsel trugen die Chöre ihre Stück vor – und trotz unterschiedlicher Ausrichtung des Liederrepertoires fanden sich drei Lieder, die man anschließend gekonnt gemeinsam vortrug, abwechselnd von beiden Dirigenten dirigiert. Auch Irina Brochin, die zusammen mit Sohn ihren Mann begleitete, glänzte mit Liedbeiträgen vor allem mit der überzeugenden Interpretation eines Liedes des bekannten Kabarettisten Georg Kreisler.

Der Sonntag begann traditionsgemäß mit der musikalischen Gestaltung einer heiligen Messe mit Spirituals  im Heimatort der Rodener, die auch zahlreich teilnahmen und sich von den Rheinländern bei einem kurzen Umtrunk im Sängerheim verabschiedeten.

Gestärkt und fürstlich bewirtet mit einem umfangreichen Buffet im Restaurant Daus in Wittlich und nach einem Stadtrundgang führte die Bustour nach Maria Laach, der alten Benediktinerabtei am Laacher See. Neben der Abtei zogen die Kunst- und Buchhandlung sowie die Gärtnerei die Aufmerksamkeit auf sich.

Schließlich kam nach weiteren 1,5 Stunden die Heimat mit dem Siebengebirge in Sicht und drei abwechslungsreiche aber auch anstrengende Tage gingen zu Ende nicht ohne dem bewährten Reiseleiter und Organisator der Chorfahrt, Ekkehart Klaebe, für seine präzise und umsichtige Arbeit herzlich zu danken.

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