Erstes Wanderkonzert des MC mit 17 Liedbeiträgen begleitet von über 90 Pilgern

Eine große Beteiligung konnte die Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt verzeichnen, als sie zur Eröffnung des Kapellenweges von der Quirrenbacher Kapelle zur Sophienkapelle am ersten Sonntagmorgen im Juli um 9:00 Uhr aufbrach. Über 90 Pilger aus dem ganzen Oberhau aber u.a. auch aus Berghausen, Ittenbach, Thomasberg trafen sich zur kurzen Andacht, die Diakon Casel vor der Quirrenbacher Kapelle mit den Wanderern feierte und mit den Schlussworten „Gehet hin in Frieden“ auf den Weg schickte. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er das Evangelium vom Emmausgang.Das gemeinsam gesungene von Bruno Stephan getextete und von Edgar Zens komponierte Pilgerlied und die „Irischen Segenswünsche“ vom Männerchor Quirrenbach ( MC ) rundeten die morgendliche Besinnung ab. Vorher erhielt jeder Wanderer einen sehr schön bebilderten Flyer mit der Wegbeschreibung und Hinweisen zur Kapelle und der Umgebung.

Vorbei an der Quirrenbacher Mühle war das erste Ziel das Seniorenheim in Brüngsberg, wo die Senioren schon auf das 1. Wanderkonzert des MC warteten. Mit bekannten Volks- und Wanderliedern machten die Sänger um Pavel Brochin im gelben T-Shirt richtig Lust aufs Wandern. Begleitet wurde die Gruppe von einem Gespann mit 6 umgebauten Obstkisten, das der Obsthof Siebengebirge ausgeliehen hatte und das die müden Wanderer aufnahm. Es wurde gesteuert von Franz Bellinghausen, dem geistigen Vater des gesamten Kapellenweges mit einer Länge von 42km. Auch an die Sicherheit war gedacht: 3 Sänger – Dieter Dobrczinsky, Ferdi Templin und Klaus Schulzke – in auffälligen Warnwesten begleiteten die Gruppe und Leo Meis, Leiter der Eudenbacher Feuerwehr hatte sich als – glücklicherweise arbeitsloser – Ersthelfer zur Verfügung gestellt.

Über Brüngsberg ins Logebachtal, unter der Logebachtalbrücke hindurch vorbei am Reiterhof Laagshof und dem Soldatenfriedhof führte der Weg zur Ittenbacher Kirche, wo das 2. Konzert stattfand. Am Soldatenfriedhof erläuterte Josef Göbel, der den Weg ausgesucht und den Tag vorbereitet hatte sowie die Wanderung leitete, die Entstehung und Bedeutung dieser weit über Königswinter hinaus bekannten Kriegsgräberstätte.

An der Ittenbacher Kirche wurden in der 2. Pause Kaffee und Wasser zur Erfrischung angeboten. An den jeweiligen Konzertorten standen Sitzbänke zur Erholung zur Verfügung, die Ewald Kurenbach von Ort zu Ort transportierte. Der MC trug passend zum Auftrittsort vor der Kirche einige sehr rhythmische Gospels vor darunter das sehr bekannte „Kumbaya my Lord“. Das letzte Stück der Strecke ging über den Marienplatz, den Höfgenweg zum Honnefer Grenzweg, von wo sich ein atemberaubender Ausblick vom Bergischen Land bis zum Westerwald bietet. Über den Kantering und den Lahrring erreichte man nach 7 km schließlich das Ziel, die Sophienkapelle im Waldschlösschen gegenüber dem Forsthaus Lohrberg.

Zum anschließenden 3. Wanderkonzert des MC auf den Stufen der Kapelle erklangen noch einmal fröhliche Lieder wie das durch die Comedian Harmonists bekannte „Wochenend und Sonnenschein“ und schließlich zur Freude der Zuhörer „O Herr schenk dem Überfluss Jrenze“. Mit 17 Liedern insgesamt hat der Chor einen neuen Rekord aufgestellt! Ein Bus brachte die leicht müden Wanderinnen und Wanderer zurück nach Quirrenbach, wo sie von der Eudenbacher Feuerwehrkapelle empfangen wurden. Bis dahin hatte Petrus mit bestem Wanderwetter ein Einsehen, dann aber zwang der einsetzende Regen zum Leidwesen der Zuhörer die Musiker zur vorzeitigen Abbruch ihres kurzen Konzertes. Einge sehr fitte WanderfreundInnen hatten den Weg sogar hin und zurück erwandert! Die Quirrenbacher Kapellenfrauen hatten mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft Getränke und einen Imbiss vorbereitet. So klang ein erlebnisreicher Tag langsam aus.

 

 

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