Oreya Chor begeisterte in Eudenbach

Männerchor Quirrenbach war Gastgeber

Fünfmal hat der ukrainische Chor beim internationalen Chorwettbewerb in Arezzo Ende August gewonnen. Die Erwartungen waren also groß und wurden nicht enttäuscht. Von der herausragenden Qualität konnten sich die über 200 Besucher des Konzertes in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Eudenbach überzeugen.

„ Wir freuen uns sehr, dass Sie trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrem Heimatland diese Konzertournee unternehmen“, betonte Josef Göbel, der Vorsitzende des gastgebenden Männerchores Quirrenbach, der auch durch das Programm führte. Mit dem Konzert will der Chor auch ein Zeichen setzen für Frieden in der Ukraine, wie im Vorwort zum Konzert vom Chor ausgedrückt wurde. Eine außergewöhnliche Musikalität, voll ausgebildete Stimmen und das professionelle Dirigat des Chorgründers und Chorleiters Aleksander Vatsek gepaart mit ausgefeilter Choreographie trugen zum großen Erfolg bei. Das Programm war international und umfasste geistliche und weltliche Musik. Zu Beginn wurde „Mykola Lysenko“ intoniert das Gebet für die Ukraine, zu dem sich das Publikum erhob.

Das sehr beeindruckende Lied „Hej plyne kache“ war insbesondere den auf dem Maidan in Kiew 2014 Getöten gewidmet. Was menschliche Stimme vermag, wurde beim Lied „Es sind die Veilchen aufgeblüht“ deutlich, als Vogelstimmen und andere Naturgeräusche zu hören waren. Außergewöhnlich war die Präsentation des Präludiums Nr. 22 von Johann Sebastian Bach aus dem Werk „ Das wohltemperierte Klavier“. Vom bekannten deutschen Komponisten Josef Rheinberger erklang das „Kyrie“ und vom französischen Komponisten Francis Poulenc das „Sanctus“ und vom englichen Verfasser von „Land of Hope and Glory“ Sir Edward Elgar die Serenade. Immer wieder konnten die 28 Sängerinnen und Sänger mit ihrer faszinierenden Dynamik vom leisesten Pianissimo bis zum mächtigen Fortissimo glänzen. Die Friedensbotschaft von Bethlehem, in mehreren Gesängen präsentiert, gewann eine besondere Bedeutung. Zur großen Freude des Publikums war das berühmte La Paloma am Schluss in ukrainischer Sprache zu hören. Nach zwei Stunden wurde der Chor nach 3 Zugaben von den begeisterten Zuhörern mit Standing Ovations endlich entlassen. Der Männerchor hatte die Sängerinnen und Sänger noch zu einem Imbiss im Pfarrheim eingeladen, bevor sie wieder zu ihren Unterkünften in der Nähe von Limburg fuhren.

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