Matineekonzert: ein weiteres Highlight im Jubiläumsjahr

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Festsaal des Gasthauses zum Siebengebirge anlässlich des Jubiläumskonzertes des MC Quirrenbach zum 110. Geburtstag am 25.9. Dies ist umso erfreulicher, als dem Chor das vor wenigen Wochen mit 150 Sängerinnen und Sängern aus der Umgebung beim Chorfest “Sechs um drei” schon gelungen war, betonte der Vorsitzende Josef Göbel stolz in seiner Begrüßung.

Unter den vielen Gästen waren Pastor Schiffers, Bürgermeister Wirtz, der Vizebürgermeister Theodoridis und Stadträtin Cora Ridder. Besonders willkommen geheißen wurde Kurt Bruno Wirtz, der den MC von 1962 bis 1976 dirigierte. Er hatte in einem sehr persönlichen Glückwunschschreiben an die Sänger aus seiner Erinnerung zur Freude der jetzigen Aktiven besonders die Disziplin und den Arbeitseifer der Quirrenbacher Sänger hervorgehoben.

Dirigent Pavel Brochin erläuterte, dass es ihm mit diesem Programm vor allem darum ging, den Wert und die Schönheit des Volksliedes zu unterstreichen und wieder in den Fokus zu rücken. So wurde deutsche und internationale Folklore aus zwei Jahrhunderten geboten. Gastchor war dieses Mal der renommierte Schedrik-Chor Gymnasium am Ölberg, Oberpleis, der von Irina und Pavel Brochin 1992 gegründet wurde und bis heute geleitet wird. Sie hatten für beide Chöre ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Dem Schedrik-Chor gelang es, herausragende Gesangsqualität mit gekonnter Choreographie zu verbinden. Er präsentierte u.a. mit O-re-mi” “Nachtigall, wo ist gut wohnen”, “Vier weverkens” “Schedrik” und“Bring me little water Silvy” Volksweisen aus Nigeria, Lothringen, Flandern, Amerika, Ukraine und nicht zuletzt Australien zumeist in der jeweiligen Landessprache. Nicht allein „Ngana“ ein rhythmisches Lied aus Australien begleitet von Percussion begeisterte die Zuhörer so, dass eine Zugabe fällig war. Reizvoll war der Kontrast zwischen den jungen Stimmen des Schedrik-Chores und den lebens- und gesangserfahrenen Sängern des MC.

Die Quirrenbacher Sänger begannen mit getragenen Weisen vor allem Liebesliedern. „Liebesklage“ aus Lothringen, „Schönster Abendstern“ eine Melodie aus Westfalen und das neckische „Ich ging in einer Nacht“, das die Geschichte von einem Freier, der beim Fensterln stürzte, erzählt, gehörten dazu. Viel Anklang fand das garstige Lied aus Finnland, bei dem der Liebhaber kein gutes Haar an seiner Freundin lässt und sie am Ende auch verlässt. Die kecke Melodie unterstrich sein liebloses Spiel. Der rhythmische Hochzeitstanz aus Estland wurde von den Sängern mit kräftigem Stampfen begleitet. Neuland betrat der MC mit dem jiddischen Lied „Un as der Rebe singt“, das einen Einblick in das lebensfrohe Treiben der Chassidim, einer orthodoxen jüdischen Gemeinschaft, gewährte. Das ukrainische Volkslied „ Du hast mich angelogen“ gefiel mit seinem rasanten Tempo. Das wurde noch gesteigert durch das russische Volkslied schlechthin “Kalinka“, das die Zuhörer zu kräftigem rhythmischem Klatschen mitriss. Ohne Zugabe durfte auch hier der MC die Bühne nicht verlassen.

Riesiger Applaus nicht nur für die beiden Chöre sondern vor allem für das Dirigentenpaar war der Dank für diesen gelungenen Sonntagvormittag. Bürgermeister Wirtz gratulierte dem Männerchor herzlich zum Jubiläum und bedankte sich mit launigen Worten bei allen Mitwirkenden für die hervorragende musikalische Gestaltung des Matineekonzertes.

Bericht des Generalanzeigers Bonn

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